Gesundheit des Hundes
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Fehlfarben blau und isabell beim Dobermann sind von der Zucht ausgeschlossen.
Einige Züchter bieten ihre Dobermannwelpen mit Fehlfarben als Besonderheit an,
verlangen mehr Geld als für schwarze und braune Welpen.
Ein gewissenhafter Züchter wird Sie auf die Risiken, die mit dieser Fehlfarbe
verbunden sein können, hinweisen und Ihnen den Welpen zu einem günstigeren Preis
verkaufen.
um diesen vorzubeugen auf Welpen mit Fehlfarben blau und isabell gibt es den Dilution Farbverdünnungstest um bei beiden Elterntieren dies ausschließen zu können.
klinische Symptome
für blau und isabell
( mehr Info im Google
)
|
vWD - Willebrandkrankheit - Bluter ( mehr Info im Google )
bei den Zuchttieren sollten beide Elterntiere auf das Gen von vWD getestet sein und frei von vWD sein.
Die von Willebrand Erkrankung (vWD) ist die häufigste vererbte Blutgerinnungsstörung von unterschiedlichem Schweregrad, die aus einem defekten oder gar fehlenden von Willebrand Faktor (vWF) im Blut resultiert. Der vWF ist ein wichtiger Faktor der Blutgerinnung. Ein fehlender oder defekter vWF hat zur Folge, das betroffene Tiere bei Verletzungen sehr lange nachbluten und u.U. verbluten können. Die Blutungen betreffen Schleimhautoberflächen, verschlimmern sich durch physischen und psychischen Stress und andere Krankheiten.
Beide Elterntiere sowie Generationen zurück, sollten eine deutsche HD - Überbewertung haben.
Eine Verhinderung des Fortschreitens kann durch richtige Ernährung und nicht zu viel Sport – vor allem durch wenig Belastung und das Vermeiden von Stauchen und Überdehnen des Hüftgelenkes – erreicht werden. Eine Physiotherapie kann durch den gezielten Aufbau der Becken- und Oberschenkelmuskulatur das Hüftgelenk entlasten. Die Zugabe von knorpelaufbauenden Zusatzfuttermitteln ist ebenfalls möglich.
Zur Vermeidung der Weitervererbung der Fehlbildung ist bei den meisten Hundezuchtverbänden eine Bescheinigung der HD-Freiheit zur Zuchtzulassung erforderlich. Aber auch die Paarung aus HD-freien Elterntieren bietet keine Garantie, dass die Nachkommen HD-frei sind. Viele Zuchtverbände wenden bei der Selektion auch eine Zuchtwertschätzung an.
HD kann man auch fördern, indem man einen Welpen überbeansprucht, falsche Ernährung, springen, Treppen steigen usw.
Herpesvirus - Welpensterben
www.kft-online.de/_data/Welpensterben.pdf
Zahnfehler:
Zahnfehler kommen beim Hund leider immer wieder vor, selbst wenn seit vielen Generationen ausschließlich mit zahnfehlerfreien Hunden gezüchtet wird. Es gibt Länder wo mit den Hunden gezüchtet wird, aber deswegen der Hund keinesfalls krank oder zuchtuntauglich ist.
Giftpflanzen für Hunde:
www.botanikus.de/Gift/rizinus.html
Futtermittelallergie
Futtermittelallergien treten meist dann zu Tage, wenn
Sie das hauptsächlich verwendete Futter umstellen. Daher sollten Sie die
Reaktionen und den Zustand ihres Hundes besonders aufmerksam beobachten, wenn
Sie das Futter gewechselt haben. Erste Anzeichen einer Futtermittelallergie
lassen sich an der Haut des Tieres feststellen. Der Hund leidet dann unter
Juckreiz, was ein vermehrtes Lecken nach sich zieht. Weiterhin kann man eine
Bildung von Schuppen und Pusteln beobachten, die sich sogar zu Ekzemen
entwickeln können. Auch die Ohren können sich durch eine Futtermittelallergie
entzünden und ebenfalls heftigen Juckreiz auslösen. Aber auch der
Magen-Darm-Trakt des Tieres kann dann betroffen sein. Dies kann sich in
Durchfall oder auch in verstärkten Entzündungen des Magen-Darm-Bereiches äußern.
Grundsätzlich kann man zwei Arten der Futtermittelallergie unterscheiden. Zum
einen kann sie ausgelöst werden durch einen bestimmten Zusatzstoff in der
Nahrung oder das Futter ist von minderwertiger Qualität. Die erste Form der
Futtermittelallergie tritt sehr selten auf und ist meistens vererbt. Sollte dies
festgestellt werden, müssen Sie darauf achten, dass das Futter ihres Hundes
diesen Inhaltsstoff nicht mehr enthält. Die zweite Form hingegen ist sehr weit
verbreitet unter den domestizierten Hunderassen. Bei einer Feststellung dieser
Futtermittelallergie sollten Sie auf ein Produkt umsteigen, dass hochwertigere
Rohstoffe enthält.
Wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum Futter bekommt, das bei ihm eine
allergische Reaktion hervorruft, dann kann das zu einer Übersensibilität des
Immunsystems führen. Erst dadurch wird eine vollständige Allergie ausgebildet.
Um dies zu vermeiden, sollten Sie mit ihrem Tierarzt einen Speiseplan für ihren
Hund zusammenstellen. Darin ist für Sie dann ersichtlich, was ihrem Hund bekommt
und was nicht.
Parvovirose
Die Parvovirose ist eine virusbedingte
Infektionskrankheit. Der Hund nimmt den Virus in den meisten Fällen mit der Nase
auf, da die Krankheitserreger mit dem Kot ausgeschieden werden. Es gibt zwei
Formen der Parvovirose. Die erste nennt sich die Myokarditische Form, dabei
entzündet sich der Herzmuskel des Tieres und der Hund stirbt meist kurze Zeit
nach der Infektion. Diese Form tritt verstärkt bei Welpen auf, denn der
Krankheitserreger setzt sich in Knochenmark und dem lymphischen Gewebe fest. In
diesen Regionen kann sich der Virus schnell vermehren und richtet somit enormen
Schaden an. Erste Anzeichen für die Myokarditische Form der Parvovirose sind
hohes Fieber, starkes Erbrechen und starker Durchfall.
Bei der Enteritischen Form der Parvovirose entzündet sich die Darmwand des
Hundes, eine Folge davon ist, dass andere Krankheitserreger ins Blut gelangen
können und dadurch eine Blutvergiftung entstehen kann. Auch hier gilt, wird die
Krankheit rechtzeitig entdeckt, kann sie behandelt werden. In anderen Fällen
kann sie leider auch einen tödlichen Verlauf nehmen. Den sichersten Schutz aber
bietet immer noch die jährliche Schutzimpfung.
Die Viren lassen sich im Regelfall mittels eines praxistauglichen Schnelltests (Antigen-ELISA) aus dem Kot nachweisen.
Es sind auch Impfstoffe verfügbar, mit denen Hunde bereits in der sechsten Lebenswoche geimpft werden können.
Staupe
Die Staupe wird auch Carrésche Krankheit genannt und
ist eine virusbedingte Infektionskrankheit, die meist einen tödlichen Verlauf
nimmt. Die Ausbreitung erfolgt von einem Tier aus, das bereits mit dem Virus
infiziert ist und von dort aus überträgt sich der Virus dann auf andere Hunde.
Bemerkbar macht sich die Krankheit durch erhöhte Temperatur und damit verbundene
Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Aber auch eine Entzündung der Bindehaut und des
Rachens kann auftreten. Äußere Anzeichen sind ein eitriger Ausfluss aus Augen
und Nase und gelegentlich auch Durchfall. Welche Symptome auftreten und in
welchem Ausmaß hängt davon ab, wie alt das Tier ist und wie stark sein
Immunsystem ist. Wird die Erkrankung früh genug entdeckt, ist es oft möglich,
das Tier noch zu heilen. Bei späterer Diagnose der Staupe ist es meist schwierig
dem Hund überhaupt noch zu helfen, die Symptome können dann durch Medikamente
abgemildert werden und werden dem Tier den Krankheitsverlauf erleichtern.
Da die Staupe das Immunsystem angreift, muss das Tier unbedingt durch
Antibiotika vor anderen Infektionskrankheiten geschützt werden. Andere
anwendbare Therapien müssen auf die Symptome abgestimmt werden, jedoch kann man
den Virus an sich nicht behandeln. Um den Hund grundsätzlich vor einer
Erkrankung an der Staupe-Krankheit zu schützen, kann man das Tier impfen lassen.
Dazu ist zuerst eine Grundimmunisierung notwendig, die dann jedes Jahr
aufgefrischt werden muss.
Leptospirose
Die Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, die
durch Bakterien ausgelöst wird. Die Gefahr besteht darin, dass der Hund diese
Erreger immer und zu jeder Zeit aufnehmen kann, denn die Bakterien finden sich
in schmutzigem Wasser oder Futter, so kann schon eine kleine Pfütze am Wegesrand
zur Gefahrenquelle werden. Die Bakterien können außerhalb ihres Wirts relativ
lange überleben, daher können die im Kot eines Tieres enthaltenen Bakterien ins
Erdreich eindringen und von dort aus das Wasser verseuchen. Ist ein Hund erst
einmal infiziert, treten schnell die ersten Symptome auf, unter anderem Ausfluss
aus Nase, Maul und Augen. Die Schleimhäute werden zuerst infiziert und von dort
aus arbeitet sich die Krankheit bist zu den Nieren und der Leber vor. Weitere
Anzeichen der Krankheit sind Fieber, Erbrechen und Futterverweigerung, aber auch
plötzliche Schwäche, fehlende Motivation und verstärktes Trinkverhalten können
sich einstellen. Wird dir Krankheit rechtzeitig entdeckt, kann man sie ohne
Folgeschäden mit Antibiotika problemlos behandeln. Bei einer verzögerten
Diagnose kann der Hund bleibende Nieren- und Leberschäden davontragen, die auch
in manchen Fällen zum Tod führen können. Aber Sie können ihren Hund durch eine
jährliche Schutzimpfung vor dieser Krankheit bewahren.
Milben
Milben sind Parasiten, die sich auf der Haut oder in
den Hörgängen des Hundes einnisten. Für den Vierbeiner sind besonders die
Ausscheidungen und die Eier dieser Tiere lästig, denn diese verursachen einen
starken Juckreiz, der auch als Räude bezeichnet wird. Sie ernähren sich von
abgestorbenen Haar- oder Hautschuppen des Wirts. Finden Sie ideale Bedingungen
auf dem Wirt, legen Sie dort auch ihre Eier ab und sorgen so für die nächste
Generation an Milben. An den Stellen, an denen der Juckreiz anfängt, bilden sich
bald schwarze Verkrustungen, durch vermehrte Ausscheidungen der Milben.
Besonders gefährlich sind die Ohrmilben, denn diese führen dazu, dass der Hund
sich ständig am Ohr kratzt, dadurch kommt es zum Nässen der Stellen und im
schlimmsten Fall kann der Hund einen Durchbruch des Trommelfells hervorrufen,
der zu Taubheit führen kann. Erkennen Sie den Milbenbefall, sollten Sie einen
Tierarzt aufsuchen, der das betroffene Ohr dann reinigt und mit Salben den
Juckreiz abmildert. Dadurch werden auch die verbliebenen Milben vernichtet und
einer vollständigen Heilung steht dann nichts mehr im Weg. Diese Behandlung wird
ein paar Tage weitergeführt bis das Tier vollständig gesund ist. Zu Hause
sollten Sie alle Orte, an denen der Hund gewöhnlich liegt, desinfizieren und von
Milben und deren Eiern befreien, damit der Hund nicht nach kurzer Zeit schon
wieder an Milbenbefall leiden muss.
Durchfall
Der Durchfall wird durch eine Verdauungsstörung des
Tieres ausgelöst. Die Gründe hierfür sind vielseitig. Es kann daran liegen, dass
der Hund das Futter nicht verträgt, z.B. nach einer Futterumstellung oder wenn
Sie ihm menschliche Essensreste gegeben haben. Auch eine Infektion des
Verdauungstraktes durch Bakterien, Viren oder Parasiten kann ein Auslöser für
Durchfall sein. Auch eine Allergie gegen einen in der Nahrung enthaltenen
Zusatzstoff kann zu Verdauungsstörungen führen. Aber auch andere Erkrankungen
können Durchfall zur Folge haben, z.B. Infektionen der Niere, der
Bauchspeicheldrüse oder der Leber. Stress kann ebenfalls ein Auslöser sein, wenn
der Hund kurz vor einer wichtigen Prüfung steht, wenn der Besitzer gewechselt
wird oder ein Umzug ansteht. Im Winter sollten Sie darauf achten, dass der Hund
keinen Schnee frisst und im Sommer sollten Sie am Strand aufpassen, dass der
Hund kein Salzwasser zu sich nimmt, denn auch das können Auslöser für Durchfall
sein. Sollte eine Durchfallerkrankung bemerkt werden, muss diese sofort
behandelt werden, da der Hund sonst austrocknen kann. Meist muss der Hund nach
so einer Diagnose strenge Diät halten, die damit beginnt, dass er einen ganzen
Tag hungern muss, allerdings wird ihm Wasser verabreicht. Danach sollten Sie den
Hund langsam und vorsichtig und vor allem in kleinen Mengen füttern. Am besten
eignen sich weich gekochter Reis oder Kartoffelpüree, angereichert mit magerem
Hack vom Rind oder Geflügel für den Beginn der Diät. Daneben kann man dem Hund
auch Magerquark oder Hüttenkäse vorsetzen. In dieser Zeit kann der Hund Wasser
oder verdünnten Kamillentee zu sich nehmen. Die Zusammensetzung der Nahrung
sollte während der Diät nicht verändert werden und der Hund sollte fünf bis acht
Mal täglich kleine Mahlzeiten vorgesetzt bekommen. Dies entlastet den Darm und
Verdauungsstörungen gehen zurück. Diese Form der Diät muss je nach Hund zwischen
drei und sieben Tagen durchgeführt werden. Nach dieser Zeit kann man den Hund
wieder an das Normalfutter gewöhnen, allerdings sollte dies langsam und in
steigenden Rationen erfolgen, damit sich der Darm daran gewöhnen kann.
Fast jedes zehnte Hundeherz ist in seiner Funktion gestört. Für die meisten erworbenen Herzerkrankungen und -fehler besteht eine rassenspezifische Vorbelastung. Was kann der Halter bei einem herzerkrankten Hunde tun, was tun die Zuchtvereine der betroffenen Hunde dagegen?
Eine Herzerkrankung wird meist durch Fehler an Herzklappen oder Herzmuskeln verursacht, weniger von Tumoren. Der erkrankte Organismus hält Natriumchlorid und Wasser zurück; diese Flüssigkeit sammelt sich in den Lungen und im Bauch. Die Körperzellen werden nicht mehr genügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das führt zu Ermüdung und Schwäche.
Ein herzkrankes Tier muss lebenslänglich mit Medikamenten behandelt werden. Die Halter können die Behandlung mit abgestimmter Ernährung und Training unterstützen. Die Medikamente unterstützen die Herzfunktion, entwässern den Körper und entlasten dadurch den Kreislauf. Sie erweitern die Blutgefässe, damit kann das Blut leichter zirkulieren.
Leckerchen oder Snacks haben oft einen höheren Salzgehalt, als der herzkranke Hund verträgt. Es gibt Spezialdiäten für Hunde mit Herzkrankheiten, die zwar salzarm sind, den Hund aber trotzdem mit allen notwendigen Stoffen versorgen. Auch Übergewicht belastet Herz und Kreislauf.
Zu den Herzfehlern zählen nicht mehr richtig schliessende Herzklappen. Durch Blutrückfluss kommt es zu Stauungen und Herzkammervergrösserungen. Der Kreislauf wird nicht mehr genügend mit Blut versorgt, der Körper bekommt zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe.
Bei manchen Rassen kommen angeborene Herzerkrankungen vor. Sie sind bei Welpen schwer zu erkennen. Dazu gehören fehlentwickelte Herzklappen, Löcher in der Gefässscheidewand und Gefässverengungen.
Eine andere Herz- und Gefäss-Erkrankung ist Herzwurm (Dirofilariose), die vornehmlich Tiere in Südeuropa und Amerika trifft. Sie wird durch Mücken übertragen. Symptome: Schwäche, Husten, Atemnot, Leber- und Nierenfehlfunktion bis zum Kollaps. Von der Infektion bis zum Ausbruch vergehen zwischen einem und sechs Monate. Die Würmer sind rund einen Millimeter dick und bis zu 25 Zentimeter lang. Sie nisten sich in den grossen Lungengefässen und der rechten Herzkammer ein. Eine sichere Diagnose ist nur nach einem Bluttest möglich.
Kleinhunde wie Pudel, Dackel und Cockerspaniel leiden vorwiegend an Herzklappenfehlern. Grosse Typen wie Doggen, Irish Wolfhounds, Dobermänner und Bernhardiner sind meist von Herzmuskelerkrankungen betroffen. Beim Auftreten von Symptomen ist die Erkrankung bereits fortgeschritten - ein buchstäblicher Teufelskreislauf, den man erkennt durch Bewegungsunlust, Kreislaufschwäche, und im fortgeschrittenen Stadium trockener Husten, Atemnot nach Belastung, nächtlicher Husten- und Würgereiz.
Ein frühzeitiges Erkennen der Krankheit oder Fehler ist lebenswichtig oder lebenserleichternd und sollte unter betroffenen Rassezüchtern mit rigoros konsequenten und offenen Massnahmen begegnet werden.
Vertuschungsversuche einiger Rassehundevereine verhindern aber eine deutliche Verbesserung der Situation für die wirklich betroffenen Hunde. Damit wird nur klar, dass es ihnen bloss um den Verkauf von ihren Rassehunden geht, nicht um deren Gesundheit. Da mag in den Rassezucht-Broschüren stehen, was will. Bei solchen Krankheiten schweigt man gern.
Tatsache ist nun mal, dass einige Rassen bzw. Typen mit vermutlich hohem Inzucht-Koeffizienten besonders anfällig sind gegen Herzerkrankungen.
Einige seriöse Züchter fanden, "dass mit dieser Massnahme nicht nur den Züchtern sondern auch potentiellen Welpenkäufern wichtige Informationen vorenthalten werden; schliesslich wird der Gesundheitszustand der Elterntiere eine Zucht- oder Kaufentscheidung nicht unwesentlich beeinflussen."
Impfplan
wann wird geimpft: ab der 6. Woche
Impfplan
| Alter | Impfungen gegen |
| 6- 8 Wochen | Parvovirose, Zwingerhusten |
| 8 - 10 Wochen | Staupe, HCC*, Leptospirose |
| 10 - 12 Wochen | Parvovirose, Zwingerhusten |
| 12 - 14 Wochen | Staupe, HCC,* Leptospirose, Tollwut |
| jährliche Wiederholung | Leptospirose,Parvovirose,Zwingerhusten, Tollwut |
| Wiederholung alle 1 - 2 Jahre | Staupe, HCC* |
Gift
Symptome:
- Plötzliche Krämpfe
- Schreckhaftigkeit / Verwirrung mit Bewusstseinsstörung
- Spontane Zuckungen besonders der Kopfmuskulatur (ZNS Störung)
- Reduziertes Bewusstsein, Ohnmacht bis Koma ohne Hinweis auf Schock / Unfall
- Erbrechen und / oder Durchfall (EB, DF)
Sofortmassnahmen:
- Ruhig bleiben
- Weitere Giftaufnahme verhindern
- Gift auf Fell/Haut: Baden mit lauwarmem Wasser mit milder Seife oder Fell
ausscheren
- Augen: Auswaschen mit warmem Wasser mind. 10 Minuten lang
- Tierarzt verständigen
- Ausscheidungen (Erbrochenes, Kot, Harn) aufsammeln und mitnehmen
- Zeitpunkt der Giftaufnahme eruieren
- Zeitpunkt des Auftretens der Symptome
- Menge des Giftes abschätzen
- Die entsprechende "Gift" Verpackung mitnehmen
- Erbrechen lassen: Bei Giftaufnahme unter 2 Stunden nur im äussersten Notfall,
falls Tierarzt nicht erreichbar.
Ursachen:
- Gift: Ratten-, Schnecken- und Bakterien/Pilzgift
- Nahrungsmittelvergiftungen
- Medikamentvergiftung
- Tabak / Rauchwarenvergiftung
- Pflanzen
Rattengift:
Cumarine, hemmen die Blutgerinnung, Blutgerinnungsstörungen nach 2 -7 Tagen
Symptome: Schwäche, blasse Schleimhäute, Blutungen
Schneckengift:
Metaldehyde, Meta
Symptome: 1-4 Stunden nach Aufnahme Gangstörungen, Speicheln, Muskelzuckungen,
hohes Fieber über 40º C
Bakterien- und Pilzgifte:
Komposthaufen, verdorbene Nahrungsmittel
Symptome: 15 Minuten - 6 Stunden nach Aufnahme Erbrechen, Durchfall
Unruhe, Schwäche, Gangstörungen, Zittern, Anfälle
Nahrungsmittelvergiftung:
- Schokolade - Theobromin:
Milchschokolade 40-60 mg pro 30 Gramm
Schwarze Schokolade 390-450 mg pro 30 Gramm
Toxische Dosis: 100-150 mg pro kg Hund (120 g schwarze Schokolade kann für Hunde
(Welpen) bis 8 kg tödlich sein
- Zwiebel: 50 Gramm pro 10 kg Hund, Schädigung der roten Blutkörperchen
- Trauben: Gewisse Sorten können Nierenversagen auslösen (gilt auch für
Weinbeeren)
- Rohe Kartoffeln: Solanin/Solatonin kann führen zu Reizung Magen-Darmtrakt,
Atemunterdrückung und Herzstillstand
- Künstlicher Zucker: Xylit, Sorbitol, duch erhöhte Insulinausschüttung
Blutzuckerabfall, Apathie, Bewusstlosigkeit, Krämpfe
Medikamentenvergiftung:
- Acetaminophen (Tylenol, Paracetamol) toxisch 200 mg pro kg Hund (Katze 10 mg)
- Aspirin toxisch > 60 mg pro kg Hund / Katze
- Ibuprofen toxisch > 8 mg pro kg Hund / Katze
Tabak und Raucherwaren:
- Nikotin toxisch ab 4 mg, tödlich 20 -100 mg
1 Zigarette enthält 9-30 mg Nikotin !
Symptome: Erregung, Krämpfe, Speicheln, Erbrechen, Kreislaufkollaps
- Marihuana & Hasch (Haschkuchen) toxisch 50-100 mg pro kg Hund, tödlich > 3
Gramm pro kg Hund
Symptome: weite Pupillen, Zittern, Krämpfe,
Speicheln, Erbrechen, Gangstörungen, ZNS Depressionen
Maiglöckchen -> EB, DF, Krämpfe,
Herzstillstand
Dieffenbachia (Aaronstabgewächs) -> Magen-Darmtrakt Reizung
Rhododendron -> Speicheln, EB, Koliken, Nervosität
Oleander -> Apathie, Magen-Darmtrakt Reizung, Herzversagen
Engelstrompete -> EB, DF, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen
Eibe -> Magen-Darmtrakt Reizung, Krämpfe, Atemlähmung, Kreislaufkollaps
Herbstzeitlose (Verwechslung mit Bärlauch) -> EB, DF, Apathie, Atemstillstand,
Kreislaufkollaps
(Akute) Hautentzündung / Hot Spot
Ursachen:
- Insektenstiche
- Verletzung
- Flohbisse, -allergie
- Futtermittelallergie
Symptome:
- Intensives Lecken / Kratzen
- Lokale Schmerzen
- Nässende Hautrötung, eitrig, verkrustet
Behandlung:
- Ausscheren (ist oftmals ausreichend)
- Waschen mit desinfizierender Seife
- Entzündungshemmende, antibakterielle Salbe
- Systemische Entzündungshemmer
- Systemische Antibiose
Herzschlag
Der Herzschlag / Puls kann beim Hund direkt am
Herzen gemessen werden ( Linke Seite, ca. 5. Rippe, Punkt wo der Ellenbogen den
Brustkorb berührt) oder
Oberschenkelinnenseite (Mit dem Handrücken bei abgespreizem Daumen dem Hund vom
Bauch her bei der Weiche unter das Hinterbein fahren. Sobald die Hand durch den
abgespreizten Daumen still steht, sollte mit den Fingern auf der
Schenkelinnenseite die Ader gut spürbar sein).
Vgl. Puls unter "Normalwerte gesunder Hund"
Hitzschlag
Erhöhtes Risiko vor allem bei Welpen und älteren
Hunden sowie bei übergewichtigen (obesen) Hunden.
Bei kurzschnauzigen (brachycephalen) Rassen (Pekinesen, Bulldogen, etc.)
Herzpatienten
Insektenstich
Stachel entfernen mit Pinzette, evtl. ausschaben
Grad I:
Lokale Schwellung
Behandlung mit kalten Kompressen, Fenistilsalbe, essigsaure Tonerde,
Kortisonsalbe
Grad II und III:
Ausgedehnte Schwellung (Beine und Kopf), Atemprobleme
-> Tierarzt !
Körpertemperatur
Normal wird im After gemessen
Abnorme Werte unter 38º C und über 40º C
Trächtige Hündin: Rund 24 Stunden vor dem Wurftermin kann die Körpertemperatur
innert kurzer Zeit auf 36º C fallen. Nach etwa 2-3 Stunden steigt sie dann
wieder auf den Normalwert an.
Zusätzlich beachten beim Fiebermessen: Keine Gleitmittel verwenden, maximal 1.5
cm einführen, keine Gewalt anwenden, Hund ablenken.
Thermometer kontrollieren auf Durchfall, Blutspuren, schwarzer teerartiger Kot
(Blut).
-> Alter und Zustand des Hundes berücksichtigen, Tierarzt konsultieren
Vgl. Temperatur unter "Normalwerte gesunder Hund"
Magendrehung
Zeitkritisch innert 3 Stunden ! Schnellstmöglich Tierarzt / Tierklinik
Ursachen:
- Nicht genau bekannt
- Präferenz bei grossen Hunderassen
- Mögliche Ursachen: Grosse Wasser- / Futtermengen, Luftschlucken, Bakterien,
Vererbung, Rennen und Spielen direkt nach der Fütterung, usw. -> zur Zeit sind
mehrere Studien mit teilweise konträren Ergebnissen im Umlauf, z.B. tief füttern
hat Einfluss / keinen Einfluss, Vererbung/Veranlagung vs. Zufall usw.
Symptome:
- Würgen, Brechversuch ohne Erfolg, mehrmals
- Bauchschmerzen
- Erfolgloser Kotabsatz
- Unruhe, Hund setzt und legt sich nicht freiwillig, bzw. steht sofort wieder
auf
- Starkes Speicheln
- Bauch bläht sich
- Atembeschwerden und Hecheln
- fahriger Blick -> Schock
Sofortmassnahmen und Behandlung:
- Infusion
- Dekompression des Magens mit Schlauch, Magensonde oder Kanüle
- Operation mit Fixierung des Magens an der Bauchwand
Prognose:
- Abhängig wie schnell entdeckt und behandelt
- Herzkreislaufstörung
- Schädigung des Magen-Darmtraktes (Absterben einzelner Partien)
- Unterliegende, andere Krankheiten
- in der Regel zu > 80 % erfolgreich behandelt.
- breiartige, fast suppenartige Ernährung, keine
Brocken, keine grösseren Stücke die das Verschlucken / Erbrechen provozieren
können
- Energiereiche Zusätze, Mineralien und Vitamine (B 6 und 12)
- Fütterung im Sitzen / Stehen, das Futter muss praktisch von oben in den Magen
gegossen werden.
- Verbleiben in aufrecht stehender Position nach dem Füttern bis zu 30 Minuten
(!)
- Reduziertes Angebot von Wasser zwischen den Mahlzeiten bei ausreichend
wässriger Futterkonsistenz
- Fütterung in kleinen Portionen evtl. löffelweise 4 - 5 Mal pro Tag
- Schlafplatz muss erhöhten Kopf und Oberkörper gewährleisten
Normalwerte gesunder Hund
Puls:
Kleine Hunde (<15kg) -> 100 -160 / Min
Mittlere / grosse Hunde (>15 kg) -> 60 -100 / Min
Welpen -> 120 -160 / Min
Atmung:
10 - 30 Atemzüge / Min
Brustkorb sollte sich weiten beim Einatmen
Bis 200 Atemzüge beim Hecheln
Temperatur:
38º
- 39.2º
C bei Aftermessung mit Digitalthermometer
Schleimhautfarbe Maul:
Normal = rosa Schleimhaut (genug Sauerstoff im Blut)
Dazu KFZ (Kapilläre Füllungszeit oder
Durchblutungsindex):
Zeit die verstreicht bis Farbe der Mundschleimhaut nach Fingerdruck von weiss
wieder auf rosa wechselt -> normal 1 - 2 Sekunden
Wassermangel - Dehydrierung:
Hautfalten Test -> Mit der Hand eine Falte im Fell machen, die Falte sollte sich
normal wieder auflösen.
Ältere und dünne Hunde -> Maulschleimhaut kontrollieren
Wichtig: Erstellen Sie pro Halbjahr (Winter und Sommer) eine persönliche Wertetabelle für Ihren Hund, Durchschnittswerte einer Woche, Messungen morgens und abends, Ruhezustand und Spaziergang.
Notfallsituationen beim Hund
Offensichtliche äussere Einwirkungen:
- Sturz
- Schläge / ernsthafte Beisserei
- Autounfall
- Verletzung durch Waffen
Verdeckte äussere Einwirkungen:
- Gift / Vergiftung
- Insektenstich
- Allergie
- Dehydrierung
- Hitzschlag
Innere Ursachen:
- Magendrehung
- Herzversagen
- Atemstillstand
- Infektion
Sichtbare Reaktionen (können
schmerzbedingt sein -> Situationsabhängig)
! UNBEDINGT Tierarzt zumindest telefonisch konsultieren !
- Schmerzen: Angestrengte Atmung und Hecheln,
Lethargie oder Unruhe, Appetitlosigkeit, Aggressivität, abnormales akkustisches
Verhalten - Bellen / Winseln / Jammern, Verstecken
- Temperatur: Unter 38º
C oder über 40º
C
- Erschwertes Atmen
- Schock
- Blutungen:
Bissverletzungen, offene Wunden, versteckte Wunden (Stockunfall im Maul)
Starker Brech-Durchfall
Schmerzen beim Versäubern (Harn und Kot) -> Bauchschmerzen, schwarzer Kot
- Schwellungen (Insektenstich, Allergie) sehr gefährlich im Kopf / Halsbereich, Verstauchung, Bruch
- Augenverletzungen
- Bewusstlosigkeit oder Epilepsie
- Vergiftung / Gegenstand verschluckt
Ohrenentzündung
Ursachen:
- Fremdkörper (Wasser, Dreck)
- Allergien (Futter, Milben, Pollen)
- Milben
- Hormonelle Störungen
- Autoimmunerkrankungen
Symptome:
- Kopfschütteln
- Kratzen an den Ohren
- Kopf schief halten
- Gerötete Ohrmuscheln
Behandlung:
- Fremdkörper entfernen (Keine Wattestäbchen verwenden !)
- Weitere Verletzung verhindern (Kragen)
- Spüllösungen
- Entzündungshemmer / Antibiotika
- Grundursache beheben falls möglich
Prophylaxe:
- Beim Spaniel / Bluthund: Regelmässig Ohren kontrollieren
Pferdeäpfel / Rossbollen
Pferdeäpfel sind strikt zu vermeiden. Während
früher im Volksmund jeder Pferdeapfel 5 Franken beim Tierarzt einsparte, werden
die heute gehaltenen Pferde selbst in ländlichen Regionen regelmässig entwurmt
und geimpft. Überschüssiges Parasitikum wird ausgeschieden.
Pferdeäpfel von einem frisch entwurmten Pferd können eine für den Hund tödliche
Dosis an nerventoxischen Bestandteilen enthalten. Dies gilt eingeschränkt auch
für Hunderassen, die nicht über ein defektes-> MDR 1 Gen verfügen.
Symptome: Mydriasis (Erweiterung der Pupille durch Lähmung eines Augenmuskels),
Sehstörung und Sehverlust, unkontrollierte Zuckungen im Kopfbereich. Ausser bei
MDR 1 Kandidaten sind die meisten Fälle nur vorübergehend, können aber bei einem
bereits angeschlagenen Tier schweren Schaden anrichten
-> TIERARZT konsultieren
Quickcheck Notfall beim Hund
Überblick verschaffen !
Bewusstsein:
Ist der Hund wach, ansprechbar, orientierungslos, aufgedreht/hyperaktiv,
epileptisch, niedergeschlagen oder bewusstlos ?
Kontrollpunkte:
Atmung vorhanden ?
Herzschlag und Puls vorhanden ?
Schleimhautfarbe ?
KFZ (vgl. KFZ unter "Normalwerte gesunder Hund")
Blutung
-> Alter und Zustand des Hundes berücksichtigen, Tierarzt konsultieren
Schleimhaut / Schleimhautfarbe
dex für den Zustand des Hundes
Normal ist rosa, d.h. Sauerstoffversorgung des Gewebes durch das Blut ist
ausreichend.
Bleich, blau, weiss, gelb, braun und tief rote Farbe deuten auf einen Notfall
hin.
Trocken und klebrig = mögliche Dehydrierung
-> Alter und Zustand des Hundes berücksichtigen, Tierarzt konsultieren
Vgl. KFZ unter "Normalwerte gesunder Hund"
Schock
Ursache: akuter Blutverlust, Trauma, herzversagen,
Organerkrankung, allergische Reaktion, bakterielle Blutvergiftung
Körperreaktion auf Extremsituation, resultiert in ungenügender Blut- und
Sauerstoffversorgung der Organe.
-> Unbedingt Tierarzt konsultieren
3 Schockstadien: Früh, Mittel und Endstadium, bzw. Terminaler Schock
Frühes Schockstadium:
Körper versucht die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Organe aufrecht zu
erhalten.
- erhöhter Herzschlag bzw.
- verstärkter Puls
- Mundschleimhäute röter als normal, vor allem bei Blutvergiftung
- KFZ 1 bis 2 Sekunden
- Körpertemperatur eher tief oder sogar erhöht bei Blutvergiftung
Mittleres Schockstadium:
Körper hat Schwierigkeiten den Blutmangel zu kompensieren.
- schneller Herzschlag
- schwacher Puls
- bleiche Mundschleimhaut
- KFZ deutlich verlängert
- Körpertemperatur zu tief, kalte Gliedmassen
- vermindertes Bewusstsein
Endstadium oder
Terminaler Schock:
Durchblutung und Sauerstoffversorgung zu den vitalen Organen bricht zusammen.
- Langsamer Herzschlag
- schwacher bis fehlender Puls
- KFZ über 3 Sekunden
- vermindertes Bewusstsein und Bewusstlosigkeit
-> Herz- und Kreislaufversagen folgt - Herzmassage und Beatmung dringend empfohlen
Steckenverletzung
Mit Stock / Stecken gespielt
Schmerzäußerung, Aufjaulen, Winseln, Jammern
Pfotenbewegung zum Maul
Blutet aus Maul
Frisst nicht mehr
Apathisch
Schlauchverletzung bis weit nach hinten (sogar bis Hals), unsichtbare
Vereiterung durch fehlende Drainage oder verbliebene Holzteile, langwierige
Heilung.
Teilweiser Wundverschluss durch Hautüberlappung
Meist Untersuchung in Narkose erforderlich
Wundspülung und Drainage
Antibiotika
Umgang mit dem verletzten Hund
Wichtig: Ein verletzter Hund kann geschockt und verwirrt sein, deshalb nicht vom Normalverhalten des eigenen Hundes ausgehen.
Der Hund kann beißen - jeden !
Eigenschutz:
Maulkorb, Schnur, Decke, Handtuch, Verbandsmaterial, etc.
2-3 Schlingen ums Maul ohne die Atmung zu behindern oder zusätzlich Schmerzen zu
verursachen.
Ungeeignet bei kurznasigen Hunden, Atemproblemen, Bewusstlosigkeit !
Lagerung:
- Bewusstlosigkeit: Kopf in normale Streckhaltung bringen, kein abnormes Auf-
oder Abbiegen (Durchblutungsstörung im Kopf).
- Erbrechen: Kopf tiefer legen, damit der Hund nicht am Erbrochenen erstickt ->
besonders bei Kopftrauma / Hirnerschütterung, häufiges Erbrechen trotz
Bewusstlosigkeit.
- Decke: Beruhigt und beugt Wärmeverlust vor.
Transport:
- So wenig Bewegung wie möglich
- Transport in Seitenlage außer bei Abwehrbewegungen und Atemproblemen
- Wenn möglich Tasche, Karton, Käfig als Transportbehältnis verwenden
- Vorsicht bei Brüchen, nicht selbst einen offenen Beinbruch verursachen, keine
Schienen oberhalb des Ellenbogens
- Brett, steife Unterlage verwenden (Bügelbrett, Karton, etc.) bei
Rückenverletzung oder nicht mehr gehfähigem Hund
- Sicherung des Hundes mittels Schnur, Seil, Paketband
Verband
Zweck:
Mechanischer Schutz einer Wunde
Wundbehandlung: Aufsaugen von Flüssigkeit, Feuchthaltung einer Wunde
Fixierung: Stütze, Polsterung, Ruhigstellung
Druckverband
Material:
Wundauflagen: Gaze, Tupfer, Wundspray, spezielle Wundauflagen
Polstermaterial: Synthetische Watte oder Baumwolle
Binden: Mullbinden, elastische und selbstklebende Binden, Krepppapier, Klebeband
Fixationsmaterial: Kunstharz-Binden (Scotchcast, Hexalite), Schienen, Nägel und
Schrauben
Wundverband 3-Schichtig:
Kontaktschicht auf der Wunde - Haut: Gazetupfer, Salbe
Mittelschicht, stabilisiert Kontaktschicht, saugt Flüssigkeit auf, polstert:
Watte
Äußere Schicht, stabilisiert die ersten beiden Schichten, schützt vor
Verschmutzung und mechanischen Einflüssen: Elastische Binde
Standartverband:
- Klebestreifen auf (rasierter) Haut
- Polsterung zwischen Zehen (auch 5. Zehe) und Knochenvorsprüngen
- Watte Polsterung
- Fixationsmaterial (sollte nur vom Tierarzt appliziert werden), Schiene
- Fixationsbinde
Verbandspflege:
- Normaler Wechsel = Wöchentlich
- Verbandswechsel bei infizierten Wunden = alle 1 bis 2 Tage
- Einschränkung der Bewegung: Zwinger, Leine, Zimmerarrest zur Vermeidung vom
Verrutschen und Druckstellen
- Tägliche Verbandskontrolle optisch und durch Betasten
- Kein Benagen und Belecken des Verbandes (Kragen !)
- Schutz des Verbandes gegen äußere Feuchtigkeit durch Plastiksack ->
Plastiksack, darüber alte Socke gegen das Durchscheuern. Nach dem Ausgang /
Versäubern den Plastiksack wieder entfernen zur Vermeidung von Kondenswasser
Vorzeitiger Verbandswechsel:
- Defekte, abgeglittene oder feuchte Verbände
- Fieber, Mattigkeit, Schmerz, zunehmende Lahmheit, nagen am Verband
- Durchblutungsprobleme: Kalte Extremeitäten, geschwollene Zehen, Schmerzen
wegen rutschendem, nassem oder zu sattem Verband
- Übler Geruch
Wiederbelebung Herz / Lunge
Hund atmet nicht und/oder hat keinen Herzschlag
Leitfaden ABZ: Atemwege kontrollieren, Beatmung, Zirkulation
Mund zu Nase/Maul Beatmung und Brustmassage
Konsequentes Handeln ! Der Hund stirbt oder ist bereits leblos, selbst wenn man
etwas falsch macht, der Helfende kann nur gewinnen.
A = Atemwege - Sind die Atemwege frei ?
NEIN -> Hund in Seitenlage, Kopf und Hals VORSICHTIG strecken und Zunge aus Maul
ziehen.
Erbrochenes und Fremdkörper mit den Fingern entfernen
JA -> Beatmung
B = Beatmung - Atmet der Hund ?
NEIN -> Maul / Racheninspektion (Erbrochenes / Fremdkörper ?)
Mittlere und große Hunde: Maul und Nase mit Fingern umschließen und kräftig 4
bis 5x in die Nase des Hundes blasen --> Spontanatmung ?
Falls ungenügend / unregelmäßig: weiter Beatmen bis zum Tierarzt oder für 20
Minuten. > als 20 Minuten stehen die Chancen schlecht
JA -> Zirkulation
Z = Zirkulation - Herz und Pulsschlag
vorhanden ?
NEIN -> Herzmassage
Kleiner Hund unter 15 kg:
- Rechte Seitenlage
- Auf der Bauchseite des Hundes knien
- Die Hände auf beiden Seiten des Brustkorbes platzieren
- Den Brustkorb kraftvoll (nicht brutal) 1 bis 3 cm zusammendrücken und wieder
loslassen
Großer Hund über 15 kg:
- Rechte Seitenlage
- Auf der Rückenseite des Hundes knien/stehen
- Die Hände übereinander auf die Brust legen
- Den Brustkorb kraftvoll (nicht brutal) zusammendrücken und wieder loslassen
1 Person: 5 Brustkompressionen - 1 Beatmung - 5 Brustkompressionen
2 Personen: Beatmung und Brustkompression zusammen, 3 Brustkompressionen pro
Atemzug
Immer wieder kontrollieren ob Pulsschlag vorhanden
Wobbler Syndrom
Als Wobbler-Syndrom (Syn. Zervikale Malformation, Zervikale Spondylopathie, Zervikale Spondylomyelopathie, Spinale Ataxie) wird in der Tiermedizin ein Symptomkomplex bezeichnet, der durch Nervenschädigungen im Bereich des Rückenmarks bzw. der Rückenmarksnerven im Bereich der Halswirbelsäule hervorgerufen wird (spinale Ataxie). Der Begriff leitet sich vom unsicheren (ataktischen) Bewegungsablauf des erkrankten Tieres ab: „Wobbler“ kommt vom altdeutschen Wort „wobbeln“ („wackeln“, engl. to wobble). Das Wobbler-Syndrom tritt vor allem bei Pferden und Hunden auf, als Ursache kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen in Frage. Der Heilungserfolg hängt von der eigentlichen Ursache ab, einige Krankheiten haben eine gute, andere eine schlechte Prognose.
Die Symptome werden durch eine Schädigung des Halsmarks erzeugt, im Regelfall durch eine Kompression, bei Pferden selten auch durch eine Infektion. Das Krankheitsbild entspricht damit der zervikalen Spinalkanalstenose des Menschen (siehe auch Spinale Stenose). Die Kompression kann durch eine statische Verengung des Wirbelkanals zustande kommen (statischer Wobbler). Ein dynamischer Wobbler liegt vor, wenn das Rückenmark erst infolge einer Bewegung komprimiert wird.
Zwingerhusten / Husten beim Hund / Hundehusten / Hundegrippe
Die Bezeichnung Zwingerhusten ist für viele irritierend: Wenn Tierärzte Hundehalter fragen, ob ihr Hund gegen Zwingerhusten geimpft ist, wird oftmals argumentiert: 'Unser Hund ist nicht in einem Zwinger untergebracht, die Impfung gegen Zwingerhusten/ Hundehusten benötigt unser Hund doch gar nicht'! Viele Tierärzte wollen dieser Diskussion aus dem Weg gehen und bezeichnen Zwingerhusten daher als 'Hundegrippe' oder 'Hundehusten'.
Welche Ursachen hat Zwingerhusten/Hundehusten?
Der Zwingerhusten beim Hund stellt eine Infektionskrankheit dar, welche ansteckend ist. Erreger sind bestimmte Viren und Bakterien sowie Bakterienverwandte. Es können noch weitere Keime beim Ansteckungsprozess hinzukommen, die den Heilungsverlauf erschweren können. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Erkrankte niesen/husten und übertragen somit die Erreger auf andere).
Zwingerhusten/Hundehusten bricht aus, wenn das Abwehrsystem der Patienten durch Stressfaktoren geschwächt ist. Stress besteht beispielsweise bei Parasitenbefall, in einer Wachstumsphase, beim Zahnwechsel oder bei ungünstigen Wetterlagen. Wichtig zu wissen ist, dass Menschen mit Grippe Hunde anstecken können, umgekehrt jedoch nicht.
Wer bekommt Zwingerhusten/Hundehusten am ehesten?
Oftmals treten Infektionen da auf, wo viele unterschiedliche Menschen aber auch Tiere unterschiedlicher Herkunft zusammentreffen. Zwingerhusten/Hundehusten tritt häufig in Massentierhaltungen, Hundepensionen, Tierheimen und auch auf Hundeausstellungen sowie Hundeplätzen auf. Bei der Schutzhunde-Ausbildung sollte man beachten, dass alle Hunde in den gleichen Schutzarm beißen. Man sollte wissen, dass sich ein Hund bei jedem Spaziergang durch ein beliebtes Auslaufgebiet schnell und einfach anstecken könnte.
Wie äußert sich Zwingerhusten/Hundehusten?
Wenige Tage nach der Ansteckung treten Husten, Atembeschwerden und Nasenausfluss auf. Bronchien, Kehlkopf und Luftröhre sind entzündet. Der Husten kommt häufig plötzlich als Attacke in Verbindung mit einem sehr starken Würgereiz. Das Allgemeinbefinden des Hundes ist in den meisten Fällen nicht beeinträchtigt, ebenso ist das Abschlucken von Futter problemlos. Fieber tritt bei den einfachen Fällen nicht auf. Bei schwerwiegenden Formen leidet der Hund unter fiebriger Lungen- und Brustfellentzündung. Der Hundehusten dauert 14 Tage oder auch nur wenige Tage an. Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen der Zwingerhusten mehrere Monate andauert und sogar zum Tod des Hundes führt.
Ebenso ist es möglich, dass Folgeschäden an Herz oder Lunge bei schwerem Krankheitsverlauf oder langer Krankheitsdauer auftreten. Der Ausfluss aus der Nase ist zu Beginn wässerig-klar und kann durch bakterielle Erreger eitrig werden. Auch der Nasenausfluss kann unterschiedlich lang andauern. Bei Fieber und Nasenausfluss mit Eiter sollte man vom Tierarzt prüfen lassen, ob eventuell auch Staupe vorliegt.
Behandlung von Zwingerhusten/Hundehusten
Wenn der Hundehusten nach ein bis zwei Tagen vorüber ist, wird keine Behandlung nötig sein. Das Abwehrsystem des Hundes ist häufig so stark, dass der Körper gut damit selber fertig wird. Bei schweren Fällen, also bei eitrigem Nasenausfluss, bei Fieber und gestörtem Allgemeinbefinden ist das Aufsuchen des Tierarztes dringend anzuraten. Dieser wird den Hund mit Antibiotika, schleimlösenden und u. U. auch mit fiebersenkenden sowie abschwellenden Medikamenten versorgen.
Auch ein Aufbau des Immunsystems mit Echinacea und Paramunitätsinducern kann empfohlen werden. Eventuell sollte auch ein Röntgenbild von Lunge und Herz gemacht werden, insbesondere falls eine Lungenentzündung oder ein Herzleiden vermutet wird. In schweren Krankheitsfällen sind zusätzlich Blutuntersuchungen anzuraten. Da ein langwieriger und/oder komplizierter Krankeitsverlauf zu Spätschäden und zum Tode führen kann, sollte man Zwingerhusten/Hundehusten nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Vorbeugungsmassnahmen bei Zwingerhusten/Hundehusten
Die Impfung gegen Zwingerhusten in Deutschland besteht lediglich aus einem injizierbaren Impfstoff gegen Parainfluenza-Viren (das Pi bzw. zweite P auf dem Aufkleber im Impfbüchlein). Es liegt kein Einzelimpfstoff vor, die Impfung stellt eine Kombination aus Staupe-, Hepatitis- und Parvovirose-Impfung dar. Bei einer jährlichen Kombinationsimpfung kann man den Zwingerhusten/Hundehusten also gut miteinbeziehen. Andernfalls sollte zweimal im Abstand von etwa zwei bis vier Wochen mit dem Kombinationsimpfstoff nachgeimpft werden. Alternativ kann ein 'Nasenimpfstoff' verabreicht werden, hier wird der Impfstoff in beide Nasenlöcher des Hundes eingeträufelt. Der Impfstoff kann als recht gut beurteilt werden, schützt jedoch nur gegen die Bakterienart 'Bordetella' (wirkt bereits innerhalb von wenigen Tagen nach einer einmaligen Verabreichung). Der Impfschutz hält lediglich ca. 6 bis 8 Monate an. Manchmal kommt es nach der Impfung einige Tage zur Husten, Schnupfen und Nasenausfluss.
Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Hundehusten:
Vermeidung von Stress
Injektion von Paramunitätsinducer
Verabreichung von Echinacea-Präparaten
Hamburg - Tierärzte registrieren mit Besorgnis das vermehrte Auftreten von Giardien. „Die hauptsächlich im Mittelmeerraum diagnostizierten Darmparasiten treten immer häufiger auch in unseren Regionen auf, oft eingeführt durch mitgebrachte Tiere“, so die für VIER PFOTEN tätige Tierärztin Daniela Rost. Fachleute schätzen, dass mittlerweile jeder vierte Hund in Deutschland infiziert ist.
Giardien sind einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm von Hunden und Katzen einnisten, wo sie sich rasant vermehren. Die Darmparasiten sind Erreger der Giardiose, einer ernstzunehmenden Erkrankung, die vor allem Welpen und Jungtiere gefährdet und zu gravierenden Entwicklungsstörungen führen kann. „Giardien schädigen die Dünndarmschleimhaut und verursachen scheinbar unbehandelbare Durchfälle“, erklärt Daniela Rost. Durch den Kot gelangen sie ins Freie und können hier monatelang überleben – bis sie vom nächsten Tier aufgenommen und auf diese Weise weiter verbreitet werden.
Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Erwachsene Tiere mit intaktem Immunsystem beherbergen Giardien oft ohne erkennbare Krankheitssymptome und können auf diese Weise ihre Umgebung unbemerkt infizieren.
Bei hartnäckigen Durchfällen sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Er kann den Parasitenbefall mit einer Reihe von Kot-Untersuchungen feststellen und die Infektion mit speziellen Medikamenten behandeln. Auf Grund der Ansteckungsgefahr sollten alle weiteren Bewohner des Haushalts auf Giardienbefall untersucht werden.
Wer sein Tier schützen will, dem rät VIER PFOTEN zu konsequenten Hygienemaßnahmen. Tierärztin Daniela Rost empfiehlt: „Sie sollten regelmäßig Hunde- und Katzenspielzeug sowie alle Futter- und Wasserschüsseln heiß auswaschen und vor allem gut und gründlich austrocknen. Auch Zwinger und Ausläufe sind möglichst trocken zu legen.“ Bei Hunden ist besonders darauf zu achten, dass das Tier unterwegs keinen Kot aufnimmt.
Zahnabszess
Ursachen:
- Alte Zahnfraktur
- Zahnfleischentzündung
- Zahnstein
Symptome:
- Übler Mundgeruch
- Schwellung unterhalb des Auges
- Abgebrochener Zahn
- Blut im Maulbereich
Behandlung:
- Zahnextraktion
- Schmerzmittel
- Antibiotika
Prophylaxe:
- Zahnreinigung ( Zahnpasta, Spezialfutter, Kauknochen)
Zahnfraktur
Ursachen:
- Autounfall
- Beißereien
- Stürze
- Beißen auf Stein oder Holz
- Hufschlag durch Pferd / Rindvieh
Behandlung:
- Antibiotika / Schmerzmittel
- Zahnerhaltung oder Ziehen des defekten Zahnes